Lärm im Betrieb

In Deutschland sind etwa fünf Millionen Arbeitnehmer während er Arbeit gesundheitsschädlichem Lärm von mehr als 85 dB(A) oder extremen einzelnen Schalldruckpegeln von mehr als 140 dB(A) ausgesetzt.
Um die dadurch entstehenden Gesundheitsgefahren zu minimieren, schreibt der Gesetzgeber bestimmte Auslöse- und Grenzwerte vor. Eine entsprechende Arbeitsschutz-Verordnung zu physikalischen Einwirkungen am Arbeitsplatz ist im März 2007 in Kraft getreten. Damit wurden die europäischen Bestimmungen zu Lärm und Vibrationen in einer Richtlinie zusammengefasst und in deutsches Recht umgesetzt.

Arbeitgeber müssen Belastung beurteilen

Arbeitgeber müssen eine Gefährdungbeurteilung durchführen, ehe ihre Mitarbeiter erstmals Belastungen durch Lärm ausgesetzt werden. Oft sind die Angaben der Geräte- und Maschinenhersteller ausreichend, sollten aber Zweifel aufkommen muss eine Lärmmessung druchgeführt werden. Für weiterführende Informationen entnehmen Sie dem Bundesarbeitsblatt 10/2006

Auslösewerte und Spitzenschalldruckpegel bei Lärm

Untere und obere Auslösewerte (L EX,8h ) sind auf einen achtstündigen Arbeitstag anzuwenden und unterscheiden sich jeweils in den Maßnahmen, die bei der entsprechenden Lärmbelastung vom Arbeitgeber zu ergreifen sind. Darüber hinaus gibt es jeweils einen Spitzenschalldruckpegel (L pC,peak ), der unter keinen Umständen erreicht werden soll. Bei der Anwendung der Auslösewerte wird die dämmende Wirkung eines persönlichen Gehörschutzes der Beschäftigten nicht berücksichtigt.

Die zu ergreifenden Lärmschutz-Maßnahmen sind nach dem jeweiligen Stand der Technik durchzuführen. Dabei sollen Arbeitgeber darauf achten, dass die Lärmemission am Entstehungsort verhindert oder so weit wie möglich verringert wird, um eine Gefährdung ihrer Beschäftigten auszuschließen oder zu minimieren. Technische Maßnahmen haben den Vorrang vor organisatorischen.